Angebote für Angehörige

Nicht selten erleben Angehörige von Menschen mit einer Suchtkrankheit als Mitbetroffene Stigmatisierungen vieler Art, Respektlosigkeit und fühlen sich schuldig.
Mit Angehörigen meinen wir:

  • PartnerInnen Suchtkranker oder problematischer KonsumentInnen bzw. von Frauen mit Essstörungen
  • Kinder suchtkranker/essgestörter Eltern – in jedem Lebensalter
  • Eltern suchtkranker/essgestörter Kinder
  • Erwachsene mit suchtkranken/essgestörten Eltern

Bei den Angeboten der Frauensuchtberatungsstelle BerTha F. e.V. für Angehörige geht es in erster Linie um die Bedürfnisse der/des Angehörigen. Wir wollen dabei unterstützen die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und wahrzunehmen, für sich selbst zu sorgen, Schuld- und Schamgefühle, Wut, Verzweiflung und Ohnmacht zu überwinden, Kontrolle und übermäßiges Verantwortungsgefühl abzulegen und die eigene Lebenszufriedenheit wieder in den Blick zu nehmen. Angehörige werden gestärkt, um zu selbstbestimmten Entscheidungen zu kommen
Darüber hinaus kann es hilfreich sein Angehörige in die Therapie Betroffener mit einzubeziehen. In der Vielzahl von Einflüssen auf die Entstehung einer Suchterkrankung spielt die Familie oft eine wichtige Rolle: Familienangehörige können auch den Behandlungserfolg bei substanzbezogenen Störungen oder Essstörungen maßgeblich beeinflussen.

Mindestens 6 Millionen Menschen konsumieren Suchtmittel abhängig oder zumindest riskant-problematisch mit allen daraus folgenden psycho-sozialen und auch physischen Problemen. Für Essstörungen geht man von einer Betroffenenquote bei Frauen von ca. 1% aus (ca. 420.000 Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Essstörung).
Diese Menschen leben aber nicht in einem Vakuum, sondern auch das soziale Umfeld und insbesondere die Angehörigen durchleiden die Problematik mit. Rechnet man pro Betroffenem auch nur mit drei Angehörigen (PartnerIn, Kinder, Eltern), sind also mehr als 18 Millionen Menschen als Angehörige von Suchtkranken betroffen (vgl. Angehörige von Suchtkranken im Blickpunkt. Gemeinsames Positionspapier der Selbsthilfe- und Abstinenzverbände, 2005)


Kontakt- und Informationsgespräche

(Das Angebot ist auch für männliche Angehörige offen).

Sprechstunde

(Das Angebot ist auch für männliche Angehörige offen).

Einzelgespräche (Beratung und Therapie)

(Diese Angebot ist auch für männliche Angehörige offen.)